Misteltherapie und natürliche Arzneimittel

Die Misteltherapie ist das am häufigsten eingesetzte komplementärmedizinische Verfahren in der Onkologie im deutschsprachigen Raum.

Wirkung und Ziele der Misteltherapie

  • Lebensqualität: Studien belegen Verbesserungen bei Fatigue (Erschöpfung), Übelkeit, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen.

  • Verträglichkeit: Sie kann die Verträglichkeit von Standardtherapien wie Chemo- oder Strahlentherapie erhöhen.

  • Immunsystem: Wirkstoffe wie Mistellektine und Viscotoxine wirken immunmodulierend und können das Immunsystem stimulieren.

  • Überlebensvorteil: Während einige aktuelle Studien (2025) bei spezifischen Diagnosen wie fortgeschrittenem Lungenkrebs in Kombination mit Immuntherapien deutliche Überlebensvorteile andeuten, ist die Datenlage für eine allgemeine lebensverlängernde Wirkung weiterhin Gegenstand der Forschung.

Anwendung und Sicherheit

  • Verabreichung: In der Regel erfolgt die Therapie durch subkutane Injektionen (unter die Haut), die Patienten nach Anleitung selbst durchführen können.

  • Reaktionen: Eine leichte Rötung an der Einstichstelle oder ein geringer Temperaturanstieg sind häufige, oft sogar erwünschte Zeichen der Immunantwort.

Andere natürliche Arzneimittel

Die integrative Onkologie kennt verschiedenste unterschiedlich wirksame Heilmittel, die individuell auf den Patienten abgestimmt meist als regelmässige Infusionen verabreicht werden. Einige Beispiele:

  • Vitamin B17 (auch bekannt als Amygdalin oder Laetrile)
  • Hochdosiertes Vitamin C
  • Artemisia annua
  • Selen
  • Thymustherapie
  • Zelltherapie

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