Weitere Therapien

Neben Hyperthermie und Misteltherapie stützt sich die integrative/komplementäre Onkologie auf Maßnahmen wie Ernährungsumstellung, Fasten und Psychoonkologie, um Gesundheit und Wohlbefinden der Patienten positiv zu beeinflussen.

Intermittierendes Fasten

Während kürzerer Fastenperioden neutralisiert der Körper Giftstoffe, Tumorzellen und „Schlacken“ und putzt quasi alles aus. Man nennt diesen Prozess Autophagie. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist dazu eine Periode von 16 bis 48 Stunden nötig, in der keine Nährstoffe, also nur Wasser, Mineralwasser, Tee oder schwarzer Kaffee aufgenommen werden sollte.

Intermittierendes Fasten sollte zur Vorbeugung mindestens einmal pro Woche erfolgen und ist auch fixer Bestandteil komplementärer Onkologie. Vor und während der Anwendung von Chemotherapie oder Bestrahlung sollte ebenfalls ein Status der Autophagie gegeben sein, da normale Körperzellen in der Fastenperiode weniger anfällig für die Schäden durch diese Behandlungen sind, wohingegen Tumorzellen trotz Fastens weiterhin anfällig bleiben.

Ketogene Ernährung

Die ketogene Diät ist eine sehr fettreiche, kohlenhydratarme Ernährungsform, die den Körper in den Zustand der Ketose versetzt, um Fett als Hauptenergiequelle zu nutzen. Sie basiert auf etwa 70 bis 75 % Fett, 20 % Protein und weniger als 5 % Kohlenhydraten (ca. 20 bis 50 g/Tag), was Getreide, Zucker und stärkehaltiges Gemüse ausschließt. Diese Ernährungsform entspricht etwa der Ernährung unserer Vorfahren während der Eiszeit sowie der Ureinwohner der arktischen Regionen.

Da Krebszellen Glucose nützen, geht man in der komplementären Onkologie davon aus, dass diese durch eine glucosearme Ernährung geschwächt werden, was dem Immunsystem deren Bekämpfung erleichtert.

Psychoonkologie

Schon die Ärzte der Antike wussten, dass Krebs etwas mit dem Gemüt zu tun hat. Negative Emotionen, das Verurteilen anderer, das Hadern mit Umständen, die einem nicht ideal vorkommen – all dies schwächt nachweislich das Immunsystem und macht es anfälliger für Fehlfunktionen, die chronische Erkrankungen und Krebs begünstigen. Hier ist das individuelle Arzt-Patienten-Gespräch gefragt.

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